so this is the new year…
… but I don’t feel any difference.
Ich sitze auf meinem Bett und frage mich, wie viele Menschen auf diesem Planeten jetzt an diese beiden Zeilen aus dem Song “The New Year” von Death Cab for Cutie denken. Diesen Song hören, den ersten auf der “Transatlanticalism”. Die erste Zigarette im Jahr rauchen. Alleine oder zusammen mit den Menschen, die man mag. Auf Betten, Sofas, im Stehen. An einem Tisch sitzen, alleine. Um einen Tisch herum in trauter Gemeinschaft. Trinken, Essen, irdische Freuden, sich berauschen am Hier und Jetzt wo mal wieder nahezu alles möglich ist. Davor war man draußen. Explosionen am Himmel, Kanonenschläge, Detonationsgeräusche, die von Häuserwänden widerhallen. Ich habe die leere Flasche, in der noch vor ein paar Schlucken Wein gewesen ist, auf Gießener Straßenpflaster zerworfen. Es hat geklirrt. Einmal im Jahr darf man das. Zustandswechsel, so tief war man schon lange nicht mehr in sich selber. Essen, hinter dem Fenster gegenüber hat sich einer vollständig ausgezogen. Musik hören. Und dann war man, viel später, im Zug. Auf der Straße, unter dem klaren Himmel. Es hat nach Schwefel, Winter und Nacht gerochen. Der Bart war eingefroren, das Wasser, das man gekauft hatte, auch. Durch die Kälte hindurch, an vertrauten Plätzen und Punkten, Wegemarken, vorbei bis man dann wieder im Warmen war. Auf meinem Bett. An andere Menschen denken. Ich nehme meinen neuen roten Taschenkalender von Moleskine und einen schwarzen Stift und schreibe auf die erste Seite des neuen Jahres “So this is the new year, but I don’t feel any difference”. Ankommen, da, wo man sich wirklich wohlfühlt.
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Tags:2009, neujahr
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