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		<title>Wie ich meinen Glauben verloren habe&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 19:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; weiß ich bis heute nicht. Es ist vielmehr so, dass es einfach eines Tages &#8222;Klick&#8220; machte und alles war weg. &#8222;Was bei den Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott&#8220; (siehe Jahreslosung 2009), diesen Satz habe ich schon so oft gehört, seine Auswirkungen gesehen und gespürt, ich wurde Zeuge von &#8222;Krankenheilungen&#8220;, davon, wie Menschen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=51&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; weiß ich bis heute nicht. Es ist vielmehr so, dass es einfach eines Tages &#8222;Klick&#8220; machte und alles war weg. &#8222;Was bei den Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott&#8220; (siehe  <a title="Jahreslosung 2009" href="http://ameisenhaufen.wordpress.com/2008/12/28/ketzerische-gedanken-zur-jahreslosung-2009/">Jahreslosung 2009</a>), diesen Satz habe ich schon so oft gehört, seine Auswirkungen gesehen und gespürt, ich wurde Zeuge von &#8222;Krankenheilungen&#8220;, davon, wie Menschen, die ich kenne, von Jetzt auf Gleich vom Alkoholismus freiwurden, hatte trancehafte Zustände, alles war so einfach, Jesus liebte mich und jeden einzelnen Menschen, dem ich begegnete. Die Bibel war wortwörtlich zu nehmen, wenn da steht, dass Gott die Welt in sieben Tagen geschaffen hat, dann hat er das auch in sieben Tagen gemacht, ohne Wenn und Aber. Ich habe gepredigt, stand kurz vor einer &#8222;theologischen Ausbildung als Prediger&#8220;, wurde im Alter von 18 Jahren getauft, habe jede Nacht, bevor ich einschlief, für meine &#8222;zukünftige Ehefrau&#8220;, die ja sicher irgendwo auf diesem Planeten sein sollte, gebetet. Dass das &#8222;Kein Sex vor der Ehe&#8220;-Dogma doch nicht so toll ist, wie ich einst dachte, begriff ich, als ich dann tatsächlich eine Freundin hatte. Dabei war es doch so schön, zusammen in einem Bett zu schlafen und Geschlechtsorgane zu entdecken, ganz als gehöre man zusammen. Braucht man dafür ein Stück Papier? Ist das &#8222;Kein Sex vor der Ehe&#8220;-Dogma nicht eigentlich gelebter Sexismus, in dem es um den Marktwert der Frau als bürgerliche Reproduktionskraft geht? Muss denn immer alles von Gott bestimmt werden? Freier Wille, das war mir klar, das ist gar nicht so  kompliziert, Gott weiß alles, aber trotzdem können wir uns jederzeit für oder gegen ihn entscheiden. Und was passiert dann? Ich saß in einer Predigt, in der der Prediger sagte, dass er geträumt hätte, dass Gott ihm die Hölle gezeigt hätte. Rein theologisch gesehen gibt es die doch eigentlich noch gar nicht. Oder? Musik, ich war immer einer der ersten gewesen, die die Hände gen Himmel reckten. &#8222;Prophetische Eindrücke und Bilder von Gott&#8220;, auch da war ich dabei. Ich fraß alles. Große Kongresse, Gemeindekonzepte aus Amerika, wie erreiche ich von der Kirche distanzierte Menschen? Alles war toll, die Menschen haben gelächelt. Man war mit allen perdu und verstand sich mit allen. Man hat gelernt, dass eigentlich jeder glaubt oder glauben will.  Und dann? Dann war das weg. Beinahe so, als ob es nie dagewesen wäre.</p>
<p>Wenn es doch wenigstens so gewesen wäre, dass ich gewisse Bücher gelesen hätte, die mich &#8222;geistlich verunsichert hätten&#8220;, Pustekuchen. Diese Bücher begann ich erst umittelbar zu lesen, nachdem es &#8222;Klick&#8220; gemacht hatte. Man begann zu denken. Doch komplett loslassen wollte man nicht. Jesus und Gott und der tolle Apostel Paulus, schließlich war man mit denen aufgewachsen. Großgezogen worden. Also begann man, sich darauf vorzubereiten, jederzeit die Apologetische Keule zu schwingen, vorallem sich selber gegenüber. Mitchristen sagten, man sei &#8222;ja eher der philosophische Typ&#8220;, dabei fand ich Philosophie einfach nur interessant, nahm sie aber nie ernster als alle Romane die ich las. Die Apologetische Keule sorgte für Klarheit, man begann sich von allem zu lösen, konnte sich aber trotzdem noch Christ nennen. Es gibt nicht &#8222;DAS Christentum&#8220;, es gibt tausend verschiedene Christentümer, und alles ist nur Interpretation. Die Schöpfungsgesichte ist ein archaischer Mythos. Die Frau darf auch in der Versammlung sprechen, obwohl Paulus dagegen war.  Alles in der Bibel spricht über uns, aber nicht alles zu uns. Obwohl alles &#8222;von Gott eingegeben ist&#8220;. Der Postmodernismus half. Befreiung von den Definitionen. Es ist eh alles nur Text.</p>
<p>Ich zog um, lernte neue Leute kennen, Mitchristen, die mir sagten, ich könne auch denken und gleichzeitig Christ sein. Sagte Jesus nicht, man solle werden wie die Kinder? Kinder verstehen nicht viel von Marx und Existenzphilosophie. Das wird denen hierzulande alles schon im Kindergarten ausgeredet. Kinder stellen alles in Frage, nur nicht, dass ihr Vater sie liebt &#8211; wenn der sie überhaupt liebt -, und das war ja genau das, was ich nicht mehr verstehen konnte. Wenn das, was für mich unmöglich war, für Gott möglich war, warum konnte er nicht einfach dafür sorgen, dass ich wieder so denken und fühlen konnte, wie früher? Als alles möglich war und ich Wunder sah und spürte? Unkenrufe von wegen Prüfung und dergleichen wurden laut. Die führten aber nur dazu, dass ich anfing, Gott pervers zu finden. Warum sollte ich nur ein Spielplatz sein, auf dem Er spielte, damit jeder sah, wie toll Er spielen konnte?</p>
<p>Weitere Bekanntschaften, einer noch &#8222;bibelfester&#8220; als ich es jemals war. Die Gespräche mit ihm &#8211; der ein ziemlich guter Freund von mir wurde, keine Ahnung, ob er das jetzt immer noch wäre  &#8211; zeigten mir nur eins: Ich kann das nicht mehr. Ich will kein Spielplatz mehr sein. Kein Spiegel von &#8222;Gottes Herrlichkeit&#8220;, auf meine Kosten. Ich will von meiner Fähigkeit, zwischen &#8222;Gut&#8220; und &#8222;Böse&#8220; zu unterscheiden, die ich nur deswegen habe, weil Eva nach Zureden der Schlange einst in das Obst biss, Gebrauch machen. Auch wenn das wehtut, vorallem wenn ich Leute sehe, die noch genauso leben wie ich vor ein paar Jahren. Manchmal beneide ich sie. Sie brauchen nicht zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Das macht ihr Gott immer noch rund um die Uhr für sie.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ameisenhaufen.wordpress.com/51/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ameisenhaufen.wordpress.com/51/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=51&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>so this is the new year&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 01:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T.</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; but I don&#8217;t feel any difference.</p>
<p>Ich sitze auf meinem Bett und frage mich, wie viele Menschen auf diesem Planeten jetzt an diese beiden Zeilen aus dem Song &#8222;The New Year&#8220; von Death Cab for Cutie denken. Diesen Song hören, den ersten auf der &#8222;Transatlanticalism&#8220;.  Die erste Zigarette im Jahr rauchen. Alleine oder zusammen mit den Menschen, die man mag.  Auf Betten, Sofas, im Stehen. An einem Tisch sitzen, alleine. Um einen Tisch herum in trauter Gemeinschaft. Trinken, Essen, irdische Freuden, sich berauschen am Hier und Jetzt wo mal wieder nahezu alles möglich ist. Davor war man draußen. Explosionen am Himmel, Kanonenschläge, Detonationsgeräusche, die von Häuserwänden widerhallen. Ich habe die leere Flasche, in der noch vor ein paar Schlucken Wein gewesen ist, auf Gießener Straßenpflaster zerworfen. Es hat geklirrt. Einmal im Jahr darf man das. Zustandswechsel, so tief war man schon lange nicht mehr in sich selber. Essen, hinter dem Fenster gegenüber hat sich einer vollständig ausgezogen. Musik hören. Und dann war man, viel später, im Zug. Auf der Straße, unter dem klaren Himmel. Es hat nach Schwefel, Winter und Nacht gerochen. Der Bart war eingefroren, das Wasser, das man gekauft hatte, auch. Durch die Kälte hindurch, an vertrauten Plätzen und Punkten, Wegemarken, vorbei bis man dann wieder im Warmen war. Auf meinem Bett. An andere Menschen denken. Ich nehme meinen neuen roten Taschenkalender von Moleskine und einen schwarzen Stift und schreibe auf die erste Seite des neuen Jahres &#8222;So this is the new year, but I don&#8217;t feel any difference&#8220;. Ankommen, da, wo man sich wirklich wohlfühlt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ameisenhaufen.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ameisenhaufen.wordpress.com/48/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=48&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>(ketzerische) Gedanken zur Jahreslosung 2009</title>
		<link>http://ameisenhaufen.wordpress.com/2008/12/28/ketzerische-gedanken-zur-jahreslosung-2009/</link>
		<comments>http://ameisenhaufen.wordpress.com/2008/12/28/ketzerische-gedanken-zur-jahreslosung-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 00:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Jahreslosung ist ein erbaulicher Vers aus der Bibel, der von einer dafür zuständigen Arbeitsgemeinschaft (der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen, kurz: ÖAB) nach einer vorhergehenden Abstimmung festgelegt ist. Die Jahreslosung wird von Vertretern sämtlicher (ökumenisch eingestellter) Konfessionen, Kirchen und Verbände des Christentums in einem Abstimmungsprozess festgelegt. Jede am Prozess teilnehmende Partei muss zwei Bibelverse zur [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=37&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Jahreslosung ist ein erbaulicher Vers aus der Bibel, der von einer dafür zuständigen Arbeitsgemeinschaft (der <span class="new">Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen</span>, kurz: ÖAB) nach einer vorhergehenden Abstimmung festgelegt ist. Die Jahreslosung wird von Vertretern sämtlicher (ökumenisch eingestellter) Konfessionen, Kirchen und Verbände des Christentums in einem Abstimmungsprozess festgelegt. Jede am Prozess teilnehmende Partei muss zwei Bibelverse zur Abstimmung beitragen. Diese Bibelverse müssen einem aktuellen &#8222;ökumenischen Bibelleseplan&#8220; (Verse, die für sämtliche Kirchen und Verbände  bekömmlich, vertretbar und gültig sind?) gemäß sein. Dann beginnen Diskussion und Abstimmungprozess, am Ende stehen dann die Jahreslosungen für die nächsten Jahre.</p>
<p>Die Jahreslosung für 2009 steht im Lukasevangelium und der Vers ist ein Teil der Geschichte, in der ein reicher Jüngling zu Jesus kommt und diesen fragt, wie er &#8222;ewiges Leben erben könne (Lukas 18,18). Jesus fragt ihn darauf, ob er alle Gebote befolge, was der Jüngling bejaht. Dann sagt Jesus, der Jüngling solle sofort seinen gesamten Besitz verkaufen und den Erlös den Armen schenken (Lukas 18,22), sich über den gewaltigen Schatz im Himmel freuen und Jesus nachfolgen. Der Jüngling ist traurig, weil er an seinem Besitz hängt.  Dann sagt der göttliche Pädagoge Jesus, dass die Reichen es schwerer haben in das Reich Gottes zu kommen und das es leichter sei, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr ginge, als dass ein Reicher in das Reich Gottes einkehren könne. Die Jünger fragen dann, wer dann überhaut gerettet werden könne und dann sagt Jesus den Satz, der von der ÖAB zur Jahreslosung bestimmt wurde:</p>
<blockquote><p>Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott (Lukas 18,27).</p></blockquote>
<p>Ein erbaulicher Vers, sicher wird es in der ersten Predigt des ersten Gottesdienstes im Jahre 2009 in einschlägigen Kirchen, Gemeinden und Gemeinschaften so manche Ermutigungen und Aufbauungen geben.</p>
<p>Wie geht es nach diesem erbaulichen Vers weiter? Jesus holt Zachäus, den kleinen und gemeinen Oberzöllner von Jericho, von  einem Maulbeerfeigenbaum herunter (Lukas 19,1-6) und läuft mit seinen Jüngern im Schlepptau weiter in Richtung Jerusalem. Dann spricht er das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden.  Darin geht es um einen mächtigen und reichen adeligen Mann, der in ein fernes Land zieht und zehn seiner Knechte zu sich ruft und jedem einPfund (eine Währung zu dieser Zeit) gibt mit dem Auftrag, mit diesem Pfund zu handeln. Der mächtige und reiche adelige Mann kehrt zurück und fragt seine Knechte, wie viel sie mit den Pfunden erhandelt haben. Die ersten beiden Knechte haben gehandelt und das Geld vermehrt, sie bekommen die Vollmacht über Städte, die dem mächtigen und reichen adeligen Mann gehören. Ein dritter Knecht jedoch hat nichts erwirtschaftet. Er hat aus lauter Angst vor seinem Herrn (der mächtige und reiche adelige Mann ist nämlich auch ein strenger mächtiger und reicher adeliger Mann) sein Pfund in einem Schweißtuch verwahrt. Das findet der strenge mächtige und reiche adelige Mann nicht gut und schimpft mit seinem Knecht, der so feige war das Geld noch nicht einmal einer Bank gegeben zu haben, was ja Zinsen gebracht hätte (Lukas 19,23). Der strenge mächtige und reiche adelige Mann ist reichlich zornig, nimmt dem feigen Knecht das Pfund weg und gibt es dem Knecht, der sein Pfund am erträglichsten vermehrt hat. Dann sagt der strenge mächtige und reiche adelige Mann:</p>
<blockquote><p>Ich sage euch: Jedem, der da hat, wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie König würde, bringt her und erschlagt sie vor mir! (Lukas 19, 25-27)</p></blockquote>
<p>Halleluja! Jesu Worte nach jenen erbaulichen Versen, von denen einer zur Jahreslosung 2009 erklärt wurde. Es stellt sich die Frage, wer der strenge mächtige und reiche adelige Mann ist. Gott oder Jesus? Vom Dogma der Trinität her sind ja beide ein und dasselbe. Der strenge mächtige und reiche adelige Mann ist also Gott ist Jesus ist Gott. Der Gott, für den nichts unmöglich ist. Der Jesus, der diejenigen selig gesprochen hat, &#8222;die arm im Geist sind, denn ihrer sei das Reich der Himmel&#8220;, den &#8222;Friedensstifter(n), denn sie werden Söhne Gottes heißen&#8220; (Matthäus 5, 3-9). In diesen, der Bergpredigt entnommenen, Seligpreisungen werden viele selig gepriesen. Nur nicht diejenigen, die Angst haben. Angst vor ihrem Herrn, dem strengen mächtigen und reichen Gott. Die sollen ja von denen, die haben, erschlagen werden.</p>
<p>Mir stellt sich da nur die Frage, warum ein Gott, dem alles möglich ist (siehe Jahreslosung), so etwas nötig hat. Woher der Hass auf ängstliche Menschen, die von ihm eingeschüchtert sind? Von eifrigen Verfechtern des &#8222;Neuen Bundes&#8220; (das, was durch Jesu Tod enstanden sein soll und auch Nichtjuden &#8211; es sei denn sie sind reich &#8211; die Möglichkeit gibt, ins Reich Gottes zu gelangen) wird ja oft gesagt, im Neuen Testament offenbare sich Gottes wahre Liebe. Der Hass gegen und auf eine der menschlichsten Eigenschaften überhaupt erscheint mir persönlich allerdings nicht mehr besonders liebevoll.</p>
<p>Liebe ÖAB: Warum nicht auch mal solch einen Vers wie Lukas 19,27 zur Jahreslosung nehmen? Schließlich offenbart sich Gottes Liebe darin ungeschminkt und unrasiert. Warum dürfen wir keine Angst haben? Weil Gott uns so oder so liebt?</p>
<p>Halten wir fest: Wer in den Himmel will muss</p>
<ol>
<li>arm sein (nicht nur materiell, sondern auch im Geiste, wie uns Jesus in seiner Bergpredigt zu erkennen gibt)</li>
<li>frei von Gottesfurcht sein</li>
</ol>
<p>PS: Die Bibelzitate kommen alle aus einer revidierten Elberfelder Bibelübersetzung, einer Übersetzung, die angeblich ziemlich nahe an den Urtexten sein soll. Das Buch habe ich schon, seitdem ich ein kleiner Junge bin.</p>
<p>PPS:  Ich weiß, dass das, was ich hier gemacht habe, kindisch ist. Aber wir müssen ja wie die Kinder werden, um die Warheit zu erkennen. Zumindestens sagt das Jesus.</p>
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		<title>Das Kreuz mit Weihnachten.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 00:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T.</dc:creator>
				<category><![CDATA[christentum]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[An Weihnachten schießt ziemlich viel aus dem Boden. Ich esse dann auch meistens zu viele Süßigkeiten, bis sich dann irgendwann ein Zuckerschock einstellt, der nur mit reichlich Wasser und Spazieren geheilt werden kann. Das halbe Internet ist dann voll mit allerhand weihnachtlichen Dingen, binären Freundlichkeiten und Bildern mit Kerzen, Tannenzweigen und Schnee drauf. Unbekannte, Halbbekannte, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=31&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Weihnachten schießt ziemlich viel aus dem Boden. Ich esse dann auch meistens zu viele Süßigkeiten, bis sich dann irgendwann ein Zuckerschock einstellt, der nur mit reichlich Wasser und Spazieren geheilt werden kann.</p>
<p>Das halbe Internet ist dann voll mit allerhand weihnachtlichen Dingen, binären Freundlichkeiten und Bildern mit Kerzen, Tannenzweigen und Schnee drauf. Unbekannte, Halbbekannte, Bekannte und sogar ein paar FreundInnen wünschen Frohe Weihnachten, sämtliche Internetorte, an denen ich mich herumtreibe wünschen mir Frohe Weihnachten und befehlen mir, schöne Feiertage zu haben. Überall gibt es Essen. Und neue Bücher. Und Menschen. Dabei möchte ich eigentlich nur ungestört dahin gehen, wo ich mich wohlfühle: in meinen Kopf. Gerne mit Buch. Ohne die Zuckerschocks, die mich zum Spazieren bringen, würde ich da bestimmt gar nicht hinkommen.</p>
<p>Zeit der Besinnung, wer einen vollgepackten Tag hat, hat ja auch nur diese drei Tage, um festzustellen, dass schon wieder bald ein Jahr vorbei ist. Raunächte. Es ist wieder länger hell. Vor einem Jahr konnte man (&#8222;ich&#8220;) sicher mehr Wein trinken. Arbeiten. Und an diesen drei Tagen realisieren, dass sich eigentlich nichts verändert. Vielleicht bis auf ein paar Menschen, die kommen und gehen. Umziehen tut man vielleicht auch. Die Arbeit wechseln. Oder anfangen zu arbeiten. Aber das sind Kleinigkeiten. Nichtigkeiten, weil man ja bestimmt nicht mehr so lange leben wird. Nebenbei erdrücken einen Lichter, Menschen und Gefühlsregungen um einen herum. Irgendwann wird alles ziemlich laut. Und schwer.</p>
<p>Ich als Ex-Christ (die einzige große Sache, die ich dieses Jahr verändert habe, endlich konnte man loslassen) denke zurück an die ganzen Abende, in denen ich in Krippenspielen mitgespielt habe. Ob Hirte, Weiser aus dem Morgenland, König Herodes oder Josef. Nur Engel habe ich nie gespielt, das durften immer nur die Mädchen. Den Text aufsagen, irgendwann ist es geschafft und die Menschen, gerührt, klatschen wohlwollend ob so viel geballter kindlicher Niedlichkeit. Später gibt es dann Kerzen. Es wird dunkel. Lied singen. Wieder hell. Mama redet mit Menschen, Papa steht daneben. Wir an irgendeiner Seite des Raumes. Ungeduldig. Später dann im Auto, nach Hause durch die Stille. Hinter fast allen Fenstern Lichter. Zuhause warten, essen, wieder warten und dann gibt es Geschenke. Später liege ich dann, beschenkt und für den Moment glücklich, im Bett, den Text vom Krippenspiel darf ich endlich vergessen. Und ich entschuldige mich bei Jesus dafür, dass mir die materiellen Geschenke, die meinen Vater bestimmt an den Rande der Pleite gebracht haben, nun doch wichtiger waren, als er. Das Kind in der Krippe, ja das habe ich doch verstanden, ist das eigentliche Geschenk. Das Licht der Welt, Sohn Gottes, der kann mehr als mein Zirkus von Playmobil. Das habe ich doch begriffen, warum fühle ich es dann nicht? Das geht noch Jahre so weiter. Mein Glaube formt mich, Bilder und Worte im Kopf. Ich begreife viel, doch fühlen kann ich es nicht. Weder an Weihnachten, noch sonstwann. Nur, wenn viele frohe ChristInnen um mich herum sind.</p>
<p>Und heute, ein paar Jahre später begreife ich, dass immer schon das eigentliche Geschenk der Junge war, der in seinem Bett gelegen hat und sich bei seinem besten imaginären Freund dafür entschuldigt hat, dass er &#8222;den eigentlichen Grund für Weihnachten&#8220;, zwar begreifen aber nicht fühlen und wertschätzen kann. Das Geschenk bin ich. Nicht für die Welt. Sondern für die, die meinen mich zu lieben. Kein Mensch kann das &#8222;Licht&#8220; für die gesamte Welt sein. Nur für seine eigene Welt.</p>
<p>Der Zirkus von Playmobil kann eben doch mehr, als der beste imaginäre Freund. Auf den kann man sich freuen, weil man, sobald man wach ist, mit ihm weiterspielen kann. Bis man ihn dann eines Tages nicht mehr braucht. Imaginäre Freunde loszuwerden dauert eine Weile.</p>
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		<title>Hello World oder: Warum das hier scheiße ist.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 00:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>T.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[wtf?]]></category>

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		<description><![CDATA[Man (i. d. S. &#8222;ich&#8220;) kennt das ja: Immer wieder bewundert man diese tollen, bunten und aussagekräftigen Blogs anderer BlogerInnen und sagt sich, dass man so etwas ja eigentlich auch schon immer mal machen wollte. Dann macht man es. Ein fataler Fehler, denn nun will man dafür sorgen, dass da auch schnell was drauf kommt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ameisenhaufen.wordpress.com&amp;blog=3813558&amp;post=23&amp;subd=ameisenhaufen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man (i. d. S. &#8222;ich&#8220;) kennt das ja: Immer wieder bewundert man diese tollen, bunten und aussagekräftigen Blogs anderer BlogerInnen und sagt sich, dass man so etwas ja eigentlich auch schon immer mal machen wollte. Dann macht man es. Ein fataler Fehler, denn nun will man dafür sorgen, dass da auch schnell was drauf kommt auf den Blog. Allerhand Sachen werden zusammengeschmissen. Schnell Texte aus dem Finger gesaugt, meistens ist man dabei angetrunken und/oder gehetzt, schließlich will man ja &#8222;Content&#8220; und der darf am Anfang auch gerne kontextlos sein. Schreiben, schreiben und posten und schnell ist man dann einer von Denen. Alltagserlebnisse, die belanglos sind, werden in die Kategorien &#8222;blogbar&#8220; und nicht &#8222;blogbar&#8220; eingeteilt, das halbe Internet wird nach kostenloser Musik durchforstet, man nimmt ein paar uninspirierte und langweilige Fotos, die man mal gemacht hat, und benutzt sie nach und nach um ein möglichst &#8222;interessantes Headerfoto&#8220; zu bekommen. Meistens sehen die dann scheiße aus. Es werden auf die Schnelle keine vernünftigen MP3s und kostenlosen Alben gefunden &#8211; vor ein paar Tagen gab es da doch so viel &#8211; also wird irgendetwas genommen, der reißerische Text zur MP3 von deren Herkunftsseite wird umgeschrieben in einer Nacht- und Nebelaktion. Pseudoliterarische Rezensionen irgendwelcher alten Alben werden geschrieben.</p>
<p>Ein paar Tage später realisiert man dann, dass man doch lieber einen &#8222;Literaturblog&#8220; starten sollte, entweder mit selbstgeschriebenen Kurzgeschichten und gräßlichen &#8222;Gedichten&#8220; &#8211; was gefährlich ist &#8211; oder man schreibt über Bücher und Schriftsteller, über die schon viel geschrieben wurde, zu viel, viel zu viel. Natürlich muss man dafür dann einen neuen Blog einrichten. Nacht- und Nebelaktion Teil 2: Es wird sich wieder allerhand aus den zitternden Fingern gesaugt.</p>
<p>Jetzt braucht man noch ein paar Links, damit möglichst viel an der Seite steht, schließlich bewundert man diese ganzen tollen Blogs ja auch so sehr für die reichhaltigen Linklisten an der Seite. Außerdem will man seinen gequierlten Kericht auch in der Linkleiste eines Vorbildes verlinkt sehen. Also saugt man sich in einer weiteren Nacht- und Nebelaktion ein paar Links aus den Fingern.</p>
<p>Nach ein paar weiteren Tagen &#8211; oder Stunden &#8211; sieht man dann ein, dass das, was man sich da aus den Fingern gesaugt hat, nicht weiter der Rede wert ist und lässt es sein. Um dann ein paar Tage, Monate oder Jahre wieder von vorne damit zu beginnen.</p>
<p>Ich hatte schon viele Blogs und sie waren alle scheiße. Dieser wird sicher nicht anders sein.</p>
<p>Warum ich das trotzdem mache? Aus purem, menschlichem Mitteilungsbedürfnis heraus? Ist es umweltschonend, wenn ich die Texte, die ich dann und wann &#8211; abgesehen von Geschichten &#8211; schreibe, allesamt ausdrucke und in einem Ordner archiviere? Das Papier und die Druckertinte spare? Ich wäre auch nur noch teilweise darauf angewiesen, mir ständig leere Bücher kaufen zu müssen, um darin Dinge reinzuschreiben und sie dann irgendwo zu verlieren.</p>
<p>Ob die digitale Krücke in Blogform nun umweltsparender ist oder nicht, sie ist vielleicht &#8222;praktischer&#8220;, schließlich brächte ein Blog die Möglichkeit, das, was ich geschrieben habe, auch Monate später noch in lesbarer Form &#8211; ich habe nämlich eine entsetzliche Handschrift &#8211; vorfinden und lesen zu können. Außerdem denke ich, dass die Festplatten von WordPress weitaus langlebiger als meine eigene sind.</p>
<p>Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe nicht mehr vor, so ein &#8222;Hauptsache-Blog-Blog&#8220; zu starten, in dem ich mich aus irgendeiner Laune heraus dazu verpflichtet fühlen muss, da schnell Inhalt reinzuschmeißen, egal was Hauptsache es sieht schön aus. Deshalb werde ich auch &#8211; fürs Erste &#8211; auf Links verzichten.</p>
<p>Soviel zur Angelegenheit.</p>
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